Wie kam ich eigentlich zu nem Pferd ???

Kapitel 1 Kapitel 2 Kapitel 3

Die Freundin eines Arbeitskollegen ist eigentlich schuld daran, daß ich jetzt Pferdefreund bin ...
wie ? - dann lies mal weiter

Vorgeschichte

Ingrid, die Freundin (oder Lebensgefährtin) meines Arbeitskollegen Dieter bekam recht günstig eine Stute (Alana) zu kaufen. Da Dieter früher auch schon mal geritten war ging er natürlich auch mit seiner Freundin zum Pferd - er konnte sich dann auch von Bekannten eines leihen damit sie zu zweit Ausreiten konnten.

Meine Freundin Sandra (Die Dieter und Ingrid auch gut kennt) hatte früher, bevor ich sie kannte mal ein Pony. Deshalb lud Dieter sie mal ein mit zu den Pferden zu kommen.
Naja, was dann kam kann man sich ja vorstellen, Sandra fand wieder gefallen am reiten und ich wurde da auch mal mit hingeschleppt. Da hatte ich noch eine Heidenangst vor den Riesenviechern - aber ich setzte mich auch einmal drauf und lies mich mal durchrütteln...

Ein paar Wochen später hatte Dieter seinen Stall daheim fertig und Alana wurde nach Thulba gestellt. Wiederum kurze Zeit später hatte Dieter auch sein eigenes Pferd (Sitka).
 

Wir kommen dem Pferd schon näher

Nicht lange darauf  war Sandra klar, sie möchte über kurz oder lang wieder Reiten oder besser ein eigenes Pferd. Wir fragten mal proforma in einem Stall wegen Stallmiete und Einstellmöglichkeit usw. und Dieter meinte er habe eh nichts vor, wir können ruhig mal rumfahren und nach Pferden schauen.

Ich glaube es war ca. 2 Wochen nachdem wir das erste Pferd anschauten, da schlug Dieter vor mal nach Gauaschach zum Alaska zu fahren - der habe auch immer wieder mal eins zu verkaufen...
An diesem Tag war ich das erste mal auf der Hot Horse Ranch.
Evi (die Frau von Alaska) zeigte uns dann zwei Pferde die zu verkaufen waren, wobei sie uns
als Anfängern gleich von dem einen abriet. Das andere was dann noch übrig war war Goldi.

Hier eines der ersten Goldi-Bilder
mit Gauaschach im Hintergrund

Ein paar Tage später ritt Sandra Goldi
mal Probe und dann entschieden wir uns
im Mai 1995 zum Kauf.

 

Im Kaufvertrag machten wir gleich aus, daß das Pferd noch einen Monat auf der Ranch steht
da Goldi etwas giftig war und Evi erst mal sehen wollte, daß wir uns mit dem Pferd nicht
umbringen. Desweiteren sollte Evi mir das Reiten mal grob beibringen.
Für mich war da noch klar : Ich probiers mal und wenns mich dann gleich runterhaut lass ich
den Blödsinn und Sandra soll reiten gehen während ich ein bischen am Computer rumfummle...

 

Wir haben ein Pferd, was nun ?

Der erste Monat war rum, ich hatte gelernt wie man Putzt, Sattelt und oben auf dem Pferd bleibt. Einen Sattel hatten wir mittlerweile auch, Peter Kenner - der Chef vom Kenner Store kam mit seinem Service Mobil vorbei und brachte eine Auswahl mit aus der wir dann einen Reining Sattel von Continental Saddlery auswählten.

Aber diese Angst vor so großen Viechern war immer noch da ...
Man muß aber auch dazu schreiben, daß Goldi wirklich nicht zimperlich war - sie hatte bevor Evi sie bekam eine Euterentzündung und muss ganz schön was erlebt haben - wenn man nur das Hinterteil scharf ansah - oder gar erst richtung Euter griff musste man schon sehr genau aufpassen daß man keine geschossen bekam.

Wir entschlossen Goldi in Gauaschach stehen zu lassen, weil wir beide merkten daß wir wirklich wenig bis gar keine Ahnung von Pferden hatten - und ich muss sagen das war unser Glück. Ich habe von Evi und Walter wirklich sehr viel über den Umgang mit Pferden gelernt !

Nunja, an die Ranchhunde India und Champ hatte ich mich mittlerweile auch schon gewöhnt
und Goldi akzeptierte uns auch schon recht gut als ihre neuen Menschen.
(Wir hatten ja auch immer nen Apfel oder sowas dabei wenn wir ka
men)
 

Der erste Sternritt

Nachdem ich dann selbstständig mein Pferd putzen und Satteln konnte nahmen die anderen mich dann mal auf den ersten Sternritt mit - noch nicht so sehr weit - nach Gössenheim, das sind wenn man einigermaßen gemütlich reitet etwa 3 Stunden (einfache Strecke). Da Goldi vorher viel gefahren wurde Trabte sie natürlich sehr lange - was sehr zur Belustigung der ganzen Gruppe diente. Ich erinnere mich noch genau wie ich im Sattel hin- und her schoß und Evi lachend neben mir galoppierte und rief 'treib doch mal an'.
Auf alle Fälle verkraftete ich den Sternritt ohne irgendwelche Blessuren - und Goldi auch.

 

Der erste Sprung im Westernsattel   :-(

Bei meinem zweiten Sternritt kamen wir über einen Graben, nicht so ein kleiner wie an den Straßenrändern, durch die ich schon ein paar mal ritt, nein etwa einen meter breit und auch ziemlich tief. Die anderen aus der Gruppe, die vor mir waren ritten da locker durch, also dachte ich wird Goldi das auch schon machen. Sie stoppte vor dem Graben und war etwas ängstlich - ich tat was ich lernte und trieb sie schön vor dem Graben an, in der Hoffnung daß sie durchläuft. Dann merkte ich noch, daß der Rücken etwas runder wird und sie die Hinterhand etwas vorschiebt, wußte aber zu dem Zeitpunkt nichts damit anzufangen ...
Es ging auf einmal Schwupps- und drüben war ich - das Horn an meinem Westernsattel
bremste mich dann, dami
t ich nicht auf Goldi's Hals rutschte - aua  :'-(((
 

Schon was dazugelernt ?

Anscheinend stellte ich mich nach einiger Zeit nicht mehr ganz so dumm an, denn Evi bot mir an Walters Pferd Rambo zu reiten wenn sie dabei ist, da Walter nicht ganz so viel Zeit hat, denn er hat ja eine Ranch um die er sich kümmern muß.
Das Angebot war natürlich klasse - so konnten Sandra und ich zusammen reiten. Also machte ich mich mit Rambo vertraut - ein lieber Wallach, der aber jeden Reiter genau getestet hat. Er versuchte beim Putzen schon mal mit Ohren anlegen - einen lauten Ton und Rambo war wieder ein Lämmchen, dann beim Reiten schnickte er mal mit dem Kopf oder stampfte ganz komisch. Kam da keine Reaktion vom Reiter wußte Rambo bescheid - Trabt die Gruppe an kann ich mal losschießen ...

 

Der erste Sturz

Im Winter 1996  ritten wir mal wieder eine Runde, ich hatte Rambo und auch noch Walters nagelneuen Sattel. In unserer Wintergaloppstrecke - ein fester Schotterweg der bergauf durch ein Wadstück führt - sind auch ein paar leichte Kurven drin. Ich galoppierte neben Sandra als letzer der Gruppe - und das gar nicht mal so schnell.  In einer Rechtskurve rutschte Rambo dann aus und wir lagen beide im Schnee. Der Nachteil war, daß Rambo schneller wieder auf den Beinen war als ich und er im Affenzahn der Gruppe hinterherhetzte, die nach ein paar hundert metern dann merkte, daß Rambo ohne Reiter rumrennt :-)

Sandras erster Sturz mit Goldi war im Frühling, als Goldi im Galopp dachte, sie müsse den Weg abkürzen und in einen Graben rannte - so richtig Hoppe Hoppe Reiter - mäßg :-)
 

Wie war das mit Dusty ?

Goldi hat immer sehr stark gerosst - und vor allem sehr oft.
Der Tierarzt hat gemeint, das liegt an den Hormonen und entweder eine Hormonbehandlung
oder ein Fohlen würde das bessern. Wir entschieden uns für das Fohlen, nicht zuletzt deshalb,
weil wir ja zu zweit eigentlich besser zwei Pferde gebrauchen könnten ...
Evi's Hengst Hombre erschien uns da der passende Vater.
Die Trächtigkeit und die Geburt von Dusty verlief ohne Komlpikationen - Goldi wurde bis kurz vor dem Abfohlen noch geritten oder auch mal nur spazieren geführt.

In der Nacht zum 16 April 1997 kam dann Dusty zur Welt.
Die Geburt muss sehr schnell gegangen sein. Ich war leider zu der Zeit auf Montage in Altenburg.
Am Tag als die Harztropfen am Euter zu sehen waren schaute Walter regelmäßig nach Goldi.
Er sah daß sie unruhig wurde und leicht zu schwitzen anfing, also liess er sie sofort wieder
alleine um sie nicht zu stören. Etwas später riskierte er nochmal ein Auge um zu sehen was los ist - da stand schon ein kleiner Hengst in der Abfohlbox ...


Da  Sandra und  ich ja mit  Fohlen noch keine  Erfahrung hatten verließen  wir uns auf die  Ratschläge von Walter und Evi.   Wir beschäftigten uns viel mit Dusty und als er ein bischen älter war wollte er natürlich auch mal wissen wer hier das Sagen hat. Das war sehr schnell geregelt - ein Tritt in den Hintern und seitdem langt meist eine etwas laute Stimme und ein böser Blick um ihn wieder klar denken zu lassen ..
 

 

Wohin Reiten ?

Evi führte ja Ritte mit vermieteten Pferden von ihr durch die Lande - das kommt uns (allen die dort Pferde eingestellt haben) natürlich zugute, da sie sich ja darum kümmern muß wo Sternritte bzw. andere Ziele sind, die angeritten werden können - da schließen wir uns immer wieder an und reiten in der Gruppe mit.

 


 


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